Mit nahezu 19 000 Mann hat der BGS seinen höchsten Personalstand erreicht.
BGS-Erprobung – Manöver Kommando Nord: „Störer-Jagd“
Am 19. Oktober 1955 begann das Bundesgrenzschutz-Kommando Nord zwischen Neustadt und Ülzen mit einer zweitägigen Manöver-Übung, an der etwa 6 000 Mann teilnahmen. Der Manöverplan legte die Annahme zugrunde, dass aus „Rotland“ Freischärler-Verbände und Truppen-Polizei nach „Blauland“ eingedrungen sind, um nach vorher begangenen politischen Störaktionen das Land zwischen Weser und Elbe bis zum Harz zu besetzen. Die Bundesgrenzschutz-Truppen aus „Blauland“ haben die Aufgabe, die eingedrungenen Verbände wieder in ihre Ausgangsstellung zurückzudrängen.
Kommandeur Giese des Grenzschutzkommandos-Nord traf am 19. Oktober 1955 im Manövergelände ein, um die „Kampfhandlungen“ vom Hubschrauber aus zu verfolgen.
Eine fünftägige Grenzsicherungsübung unternahm das „Bundesgrenzschutz-Kommando Küste“ im Raum Lübeck-Büchen mit drei Abteilungen und zwei Hundertschaften der schleswig-holsteinischen Bereitschaftspolizei. Zweck des Unternehmens, das am 16. Oktober zu Ende ging, war die dem Bundesgrenzschutz gesetzlich zugewiesenen Aufgaben der Grenzsicherung in größerem Rahmen zu üben.
Abschluss der Übung bildete die Umstellung und Festnahme einer hundert Mann starken „Agenten- und Saboteure-Bande“, die am Donnerstagabend im Kreis Storman mit Fallschirmen abgesprungen war und sich in einem Waldstück gesammelt hatte. (Im Hintergrund ist das Feldкüchenfahrzeug des BGS zu sehen.)
Beisetzungsfeierlichkeiten für Kptlt. i. BGS Hinz
Befehl für die Teilnahme an den Beisetzungsfeierlichkeiten für Kptlt. i. BGS Hinz am 6.12.1955. Wolfgang Hinz, Sohn des Verstorbenen, hat das Dokument freundlicherweise zur Veröffentlichung übersandt.