Höcherl bejaht Grenzschutzdienstpflicht
Bei der Vereidigung von 400 Dienstanfängern des Bundesgrenzschutz-Kommandos Mitte in Kassel kündigte Bundesinnenminister Höcherl am Mittwoch (15. Mai) Gesetzesvorlagen an, die die Einführung einer Grenzschutzdienstpflicht ermöglichen. „Wenn wir glaubhaft Garanten für die Sicherheit unseres Staates sein wollen, müssen wir rechtzeitig Vorsorge treffen“, sagte der Minister.
Der Bundesgrenzschutz sei der „Blutspender für die Bundeswehr“ gewesen und habe deshalb Personalsorgen. Bei der Hochkonjunktur hatte er es schwer, die Sollstärke des Bundesgrenzschutzes von 20 000 Mann zu erreichen. Die 400 Dienstanfänger hätten durch ihren Eintritt in den Bundesgrenzschutz Idealismus und staatsbürgerliches Bewusstsein bewiesen.
BGS-Ihringshausen – größte BGS-Unterkunft
Die größte Unterkunft des Bundesgrenzschutzes im Bundesgebiet wurde am Donnerstag (28. November 1963) in Ihringshausen (Landkreis Kassel) ihrer Bestimmung übergeben. Die Anlage, die 24 Millionen Mark gekostet hat, bietet Raum für den Gruppenstab, die Ausbildungsabteilung einschließlich der Ausbildungshundertschaft des Fernmeldewesens, die Fernmeldehundertschaft und die Hubschrauberstaffel des Kommandos. In Ihringshausen haben etwa 800 Angehörige des Grenzschutzes eine neue Heimat gefunden. Mit dem Bau der Gebäude war 1957 begonnen worden. Das Gelände umfasst rund 50 Hektar.
Bild und Text von Bodo Ortmeier freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Das beigefügte Foto entstand im September 1963 vor dem Abfertigungsgebäude des ehemaligen Passkontrolldienstes (BGS) in Herleshausen. Sepp Herberger war auf der Anreise zu dem Fußballspiel der DFB-Auswahl (Amateure) gegen die DDR in Karl-Marx-Stadt. Das Spiel endete mit 3:0 für die DDR. Es ging um die Qualifikation für Olympia.
Auf dem Foto, von links nach rechts: Herr Müller (Leiter Zollgrenzdienst Herleshausen), Herr Wilhelm Pöken (Beamter des Passkontrolldienstes BGS), Herr Karl Fehr (Inhaber der Grenztankstelle von ARAL), Herr Karl Köhler (Zollbeamter).